Empfehlungen systematisch erzeugen statt darauf zu hoffen

Empfehlungsgeschäft gilt als Glückssache. Tatsächlich lässt es sich planen: mit dem richtigen Zeitpunkt, einer konkreten Bitte und einem einfachen Nachweis.

Schwarz-Weiß-Porträt von Jonas Reuter, Redakteur für Vertrieb und Wachstum

Von Jonas Reuter, Redakteur Vertrieb und Wachstum

· 7 Min. Lesezeit

Die kurze Antwort

Empfehlungen entstehen planbar, wenn die Bitte unmittelbar nach einem sichtbaren Erfolg ausgesprochen wird, eine konkrete Zielperson benannt ist und der Kunde eine fertige Formulierung weitergeben kann. Allgemeine Bitten um Weiterempfehlung bleiben fast immer folgenlos.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Zeitpunkt ist der Moment des sichtbaren Ergebnisses.
  • Konkrete Namen bringen mehr als allgemeine Bitten.
  • Eine vorbereitete Formulierung senkt die Hürde deutlich.
  • Jede Empfehlung braucht eine Rückmeldung an den Empfehlenden.

Der richtige Moment ist kurz

Zufriedenheit hat eine Halbwertszeit. Am wirksamsten ist die Bitte um eine Empfehlung in den Tagen, in denen das Ergebnis der Arbeit sichtbar wird: nach der Abnahme, nach dem ersten erfolgreichen Durchlauf, nach der ersten Abrechnung mit dem neuen Verfahren.

Konkret fragen

Statt allgemeiner Bitten funktioniert die benannte Frage: Sie kennen doch den Betrieb X aus Ihrem Netzwerk, wäre das Thema dort ebenfalls relevant? Wer vorher recherchiert, welche Kontakte plausibel sind, erhöht die Trefferquote erheblich.

Hilfreich ist eine fertige Nachricht mit drei Sätzen, die der Kunde weiterleiten kann. Der Aufwand auf seiner Seite sinkt damit auf einen Klick.

Rückmeldung nicht vergessen

Wer eine Empfehlung erhält, sollte den Empfehlenden über den Ausgang informieren, unabhängig vom Ergebnis. Bleibt diese Rückmeldung aus, kommt in der Regel keine zweite Empfehlung. Das ist der häufigste Grund, warum Empfehlungsgeschäft nach kurzer Zeit versiegt.

Weiterlesen

Hände prüfen Auswertungen und Diagramme auf einem dunklen TischVertrieb

Kundenfeedback im B2B systematisch nutzen

Systematisches Kundenfeedback im B2B entsteht aus drei festen Terminen: einem kurzen Gespräch nach Projektabschluss, einer Jahresrunde mit den zehn wichtigsten Kunden und einer Auswertung verlorener Angebote. Entscheidend ist, dass die Ergebnisse in einer Liste landen, die monatlich abgearbeitet wird.

Schwarz-Weiß-Porträt von Jonas Reuter, Redakteur für Vertrieb und Wachstum

Von Jonas Reuter

· 8 Min. Lesezeit

Hände an einem Laptop mit digitaler Rechnungsübersicht, daneben ein Stapel PapierrechnungenFinanzen

E-Rechnung ab 2027: Was Betriebe jetzt vorbereiten sollten

Seit dem 1. Januar 2025 müssen inländische Unternehmen E-Rechnungen im B2B Geschäft empfangen können. Ab dem 1. Januar 2027 müssen Unternehmen mit einem Vorjahresumsatz über 800.000 Euro E-Rechnungen auch ausstellen, ab 2028 gilt das für alle. Zulässig sind strukturierte Formate nach EN 16931 wie XRechnung oder ZUGFeRD, ein einfaches PDF reicht nicht mehr.

Schwarz-Weiß-Porträt von Mara König, Redakteurin für Finanzen und Recht

Von Mara König

· 7 Min. Lesezeit

Ein Mitarbeiter erklärt dem Team in einem abgedunkelten Besprechungsraum Diagramme auf einem BildschirmLeadership

KI Kompetenz im Team: Was der AI Act von Arbeitgebern verlangt

Artikel 4 der europäischen KI Verordnung verpflichtet Anbieter und Betreiber von KI Systemen seit dem 2. Februar 2025, für ein ausreichendes Maß an KI Kompetenz ihres Personals zu sorgen. Das gilt auch für kleine Betriebe, die KI Werkzeuge im Alltag nutzen. Eine feste Form schreibt das Gesetz nicht vor, sinnvoll sind eine Übersicht der genutzten Werkzeuge, klare Nutzungsregeln und dokumentierte Schulungen.

Schwarz-Weiß-Porträt von Dr. Sebastian Falk, Redakteur für Leadership

Von Dr. Sebastian Falk

· 6 Min. Lesezeit